Wie füttern wir?

Über mehr als 3 Jahre hinweg haben wir unsere Hunde nach der Methode von Swanie Simon ernährt, einen Wurf so großgezogen und hatten ständig das Problem, mit verfressenen Hunden zu "kämpfen" die betteln und einen höheren Bedarf als alle sagten hatten.

 

Anfang 2014 stieß ich dann durch Rohfutter-Gruppen auf Facebook auf Menschen, die Gemüse im Hundefutter strikt ablehnen, teils sogar als gefährlich betiteln und ihre Hunde nur auf Basis tierischer Produkte füttern.

Manch einer kennt sicher noch den alten Inhalt dieser Seiten, hier im Futterbereich. Der Hund ist ein Carnivor, Pflanzen haben, das weiß ich heute, nichts im Napf eines Hundes zu suchen. 

 

Wir haben immer mit zahlreichen Supplementen gearbeitet, Gelenkskuren mit zusätzlichem Vitamin C und Grünlippmuschel durchgeführt, Bierhefe gegeben usw. 

Aber nie sahen unsere Hunde so aus wie sie sollten und waren wirklich zufrieden. 

 

Durch diese Prey-Gruppen begann ich unseren Hunden einen Ernährungsplan zu erarbeiten, nicht strikt nach 80/10/5/5, sondern mit den Erfahrungen der letzten Jahre. Als angenehm empfand ich immer, das die Preyer nie derart auf striktes Einhalten ihrer Vorgaben bestanden. Es wahren mehr Richt- oder Leitlinien. 

Und was heißt das jetzt?

Das einzige das ich berechne und abwiege, ist die Leber. Die ist, wie auch bei Prey Model Raw, zu 5 % der Gesamtfuttermenge enthalten. 

Da unsere Hunde ja arbeiten gehe ich von 3 % des Körpergewichtes aus. Bei beiden.

 

Ansonsten füttern wir nach Gefühl, möglichst viel am Stück, auch mal ganze Beutetiere.  

Es gibt alle Teile von der Beute, grob zerlegt. Die Hund sind mit so einem Rehschenkel wie er auf den Fotos im Kopfbereich zu sehen ist, alleine 2-4 Tage mit dem Fleisch beschäftigt. Teils werden auch die Knochen gefressen, richtig steinharte Röhrenknochen lassen unsere Hunde liegen.

 

Waren sie bis Anfang Mai 2014 noch Schlinger, können wir heute AYCE füttern. Die Hunde betteln nicht mal mehr am Tisch, hören zu fressen auf wenn sie satt sind und nicht mehr möchten. 

 

Die Kitze oben auf dem Fotos waren übrigens noch ungeboren. Das Muttertier wurde überfahren und wurde deshalb komplett für die Hunde verwertet. Sie waren beim auffinden der Mutter bereits tot. 

 

Auch ein Feldhase oder Wildkaninchen werden im ganzen gefüttert. Die Hunde teilen es sich selbst ein. 

Für die Theoretiker

Unsere Hunde bekommen im Schnitt 3 % vom Körpergewicht. 

Allerdings nicht täglich genau, auf die Woche oder auch mal 14 Tage hin, gleicht es sich aus. 

Es setzt sich in etwa zusammen aus:

 

60 % fettem Fleisch (20-25 % Fett)

10 % Pansen (ungewaschen)

15 % Knochen (fleischig, Rehrippen, Hühnerklein usw.)

15 % Innereien

davon 5 % Leber, der Rest Herz, Milz, Lunge, Nieren usw. 

 

Es gibt weder Öle, noch Pülverchen