Warum der Wolf Kräuter frisst und der Hund trotzdem kein Gemüse braucht....

 

Die meisten sind erst einmal irritiert wenn sie lesen, dass wir kein Gemüse verfüttern.

Oft wird damit argumentiert, dass der Wolf es ja auch tun würde.

 

Der Wolf ist ein Karnivor, sprich Fleischfresser. Genau so wenig wie der Hund ist er in der Lage Nährstoffe aus Pflanzen zu verwerten. Dass der Wolf in winzigen Mengen Kräuter, Beeren und so weiter zu sich nimmt, hat einen ganz anderen Hintergrund.

 

Wölfe sind auf Selbstmedikation angewiesen, Tierärzte laufen selten im Wald herum um ihnen bei einem kleinen Wehwehchen eine Spritze zu verpassen oder Tabletten zu verschreiben.

Aber auch ein Wolf braucht Hilfe, wenn er leicht fiebert oder sich einen Knochen gebrochen hat. Denn auch absolut gesund ernährte Tiere können krank werden.

Instinktiv frisst er, wenn es notwendig ist Kräuter und andere Pflanzen, die medizinisch wirksame Bestandteile beinhalten. Mitunter sind diese Pflanzen sogar giftig, dennoch ist noch kein freilebender Wolf bekannt, der sich damit umgebracht hätte.

 

Der Hund besitzt diese Instinkte ebenfalls, nur wachsen in der Umgebung unserer Haushunde selten bis gar nicht geeignete Pflanzen und noch seltener haben die Hunde dazu freien Zugang, den sie zur Selbstmedikation benötigen würden.

 

Wer nun meint er müsse Gemüse zufüttern, weil der Wolf ja schließlich auch Pflanzen frisst, der sitzt diesem weit verbreiteten Irrtum auf.

Der Wolf frisst nur sehr selten und in winzigen Mengen geziehlt pflanzliche Bestandteile und diese haben in den meisten Fällen eine medizinische Wirksamkeit.

Mit der weit verbreiteten 10-30 % Fütterung von Gemüse hat das gar nichts gemeinsam.

 

Mehr noch, diese großen Mengen können sogar schädlich sein, der Darm des Hundes ist auf einen sehr leicht verdaulichen, feinfaserigen Nahrungsbrei angepasst, der kaum unverdauliche Rohfaser enthält. Egal wie fein man Gemüse püriert oder es dünstet, es enthält immer noch viel mehr Rohfaser als natürlicher Fleischbrei.

Das pürierte Gemüse kann der Hund aber auch nicht einfach weglassen, wenn er es nicht fressen möchte, da es zu fein ist und häufig unter das Futter gemengt wird. Der Hund wird dazu gezwungen es zu fressen.

Große Mengen Rohfaser und damit unverdaulicher Nahrungsbrei, kann zu einer überdehnten Darmwand führen. Und das kann richtig gefährlich sein.

 

Nebenbei wird durch die Rohfaser die gesamte Verdaulichkeit des Futters herabgesetzt. Der Hund braucht also am Ende mehr von allem, auch von Fleisch und Innereien.

 

Bei der Fütterung von 20-30 % Gemüse, kann sich die Magensäure nicht auf die Verdauung von Knochen einstellen, außerdem verweilt der Speisebrei länger im Darm, was das Infektionsrisiko wiederum erhöht.

 

Übrigens: Auch mit einem Schluck Öl werden die Vitamine für den Hund nicht nützlich gemacht, selbst wenn er nach dem pürieren und garen das Futter verdauen kann, verwerten kann er es immer noch nicht. Es bleibt Ballaststoff ohne nutzen.